|
|
|
Zentrum für AntisemitismusforschungDas Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) ist eine sozialwissenschaftliche Forschungseinrichtung an der TU Berlin. Im Juni 1982 nahm Professor Dr. Herbert A. Strauss von der City University, New York, seine Tätigkeit als Gründungsleiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin auf und hielt am 9. November 1982 seine Antrittsvorlesung zu Antisemitismusforschung als Wissenschaft. 1990 wurde Prof. Dr. Wolfgang Benz Leiter des ZfA [1]. Das 1982 gegründete Zentrum beschäftigt sich mit Vorurteilen und ihren Folgen wie Antisemitismus, Antiziganismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Die Arbeit wird durch angrenzende Schwerpunkte, deutsch-jüdische Geschichte und Holocaustforschung, ergänzt. Das ZfA ist in der Lehre der Universität eingebunden. Es legt Wert auf Interdisziplinarität und Aufklärungsarbeit für die Öffentlichkeit. Die Leitung haben die Professoren Wolfgang Benz und Werner Bergmann übernommen. [2] [Bearbeiten] Bibliothek des ZentrumsDen Grundstock der Bibliothek bildete bei der Gründung des ZfA eine Sammlung von 3500 Bänden, die von einem Wiener Antiquar erworben wurde. Antisemitische Schriften vom 17. bis zum 20. Jahrhundert waren ebenso enthalten wie Klassiker der Antisemitismusforschung. In diesem Bestand spiegelte sich das Spektrum des politischen, religiösen, kulturellen und rassistischen Antisemitismus vor allem in Deutschland, Österreich und Frankreich. Ein weiterer Teil der Bibliothek (750 Bände) stammt aus dem 1947 aufgelösten "Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik" in Berlin-Dahlem. Das Institut war 1926 als Einrichtung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (Herausgeberin der Zeitschrift Psychische Hygiene) gegründet und 1927 eröffnet worden. Durch diesen Bestand wurde das Sammelgebiet "Rassismus" wesentlich ergänzt. Vertreten sind vor allem die "Fächer" Völker- und Rassenkunde, Erbpathologie, Familien-, Sozial- und Rassenhygiene. Aktuell besitzt die Bibliothek [3] ca. 40 000 Bände sowie zahlreiche andere Medien wie Plakate, Flugblätter und Bilderbögen. Rund 180 Zeitschriften werden laufend gehalten. [Bearbeiten] Belege/Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
|