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Porto AlegreKoordinaten: 30° 2′ S, 51° 12′ W
Porto Alegre (port.: Fröhlicher Hafen) ist die Hauptstadt des brasilianischen Bundeslandes Rio Grande do Sul. Sie ist eine der größten Städte Brasiliens und sowohl ein ökonomisches wie auch kulturelles Zentrum des südlichen Landesteils. Laut einer Vergleichsstudie der UNO hat Porto Alegre die beste Lebensqualität der Großstädte Lateinamerikas.
[Bearbeiten] GeografieDie Stadt ist ein großer Flusshafen, sie liegt am Zusammenfluss mehrerer mittelgroßer Flüsse, die in den Rio Guaíba münden. Dieser ist lagunenartig breit und geht in die 250 Kilometer lange und bis zu 60 Kilometer breite Lagoa dos Patos über. Porto Alegre hat 1.440.939 Einwohner (Stand 2005) und liegt auf zehn Metern über dem Meeresspiegel. Die gesamte Metropolregion umfasst mehr als 30 Städte (darunter Canoas, Novo Hamburgo, São Leopoldo und Gravataí) und zählt knapp vier Millionen Menschen. Durch ihre Lage im äußersten Süden des Landes ist die Stadt weiter von den brasilianischen Großstädten wie Rio de Janeiro (Distanz 1558 kkm), São Paulo (1109 kkm) und der Hauptstadt Brasília (2027 km) entfernt, als beispielsweise von Montevideo, der Hauptstadt Uruguays (890 kkm) oder Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens (1063 kkm). [Bearbeiten] GeschichtePorto Alegre wurde 1772 von portugiesischen Einwanderern der Azoren gegründet. Im 19. Jahrhundert kamen viele Deutsche, Polen und Italiener in die Stadt und ließen sich dort nieder. [Bearbeiten] Politik1988 gewann mit Olívio Dutra die Arbeiterpartei die Bürgermeisterwahlen. Porto Alegre war damit die erste brasilianische Großstadt mit einer PT-Verwaltung. Es folgten weitere PT-Bürgermeister: Tarso Genro, Raul Pont und João Verle. Die PT musste zwar immer eine Koalition mit anderen Parteien eingehen, sie konnte aber ihre Idee eines Beteiligungshaushalts (auch partizipativer Haushalt genannt) durchsetzen. Darin wurden sowohl Einnahmen und Ausgaben offengelegt als auch durch eine direkte Beteiligung der Bürger neue Maßstäbe der Kommunalpolitik gesetzt. Auf Stadtteilebene werden Versammlungen einberufen, in denen Betroffenen in einem mehrstufigen Verfahren selber über Infrastrukturprojekte entscheiden. Inzwischen arbeiten viele Stadtverwaltungen in Brasilien mit diesem Orçamento Participativo, sogar einige Gemeinden in Deutschland haben die Idee übernommen. Bürgermeister seit 2005 ist José Fogaça (PPS), der die Wahl gegen Raul Pont (PT) mit 53,3 Prozent gewann. Die Bürgermeister der Stadt seit 1897:
In der Stadt fand 2001, 2002, 2003 und im Januar 2005 das Weltsozialforum statt, ein alternatives Gipfeltreffen von Vereinen und NGOs, das sich mit Fragen der Globalisierung, Entschuldung der dritten Welt, sozialen Gerechtigkeit und Umweltschutz befasst. [Bearbeiten] Kultur und SehenswürdigkeitenAufgrund der erwähnten Nähe zu den anliegenden Staaten wird Porto Alegre mitgeprägt vom Einfluss der südlichen Nachbarn. In den Straßen von Porto Alegre sieht man die Menschen häufig ihren Chimarrão trinken. Beliebt ist auch der sonntägliche Churrasco in einem der Zentren der Gaúcho-Kultur (CTG, Centro de Tradições Gaúchas). Mit dem Porto-Alegre-Tempel besitzt die Stadt einen der wenigen Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Brasilien. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Porto Alegres zählen unter anderem das historische Zentrum mit dem Mercado Público von 1869, die Usina do Gasômetro, die Casa de Cultura Mário Quintana im ehemaligen Hotel Majestic, in dem der Dichter starb. Im Parque Farroupilha findet am Wochenende der Brique da Redenção statt, eine Mischung aus Biomarkt, Floh- und Kunsthandwerksmarkt. [Bearbeiten] VerkehrDer internationale Flughafen Salgado Filho von Porto Alegre (POA/SBPA) gilt als der modernste Flughafen Südamerikas und bietet Flugverbindungen mit wichtigen Städten Brasiliens und zu internationalen Zielen. Er steht an neunter Stelle der brasilianischen Flughäfen in Bezug auf Passagierzahlen und Frachtaufkommen. [Bearbeiten] SportAus Porto Alegre kommen zwei brasilianische Erstliga-Fußballclubs welche Weltbedeutung erlangt haben. Sport Club Internacional gewann die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2006. Dessen großer Rivale, der Grêmio FC errang 1983 den Weltpokal und besiegte damals den Hamburger SV im Finale. [Bearbeiten] Töchter und Söhne der Stadt
[Bearbeiten] Städtepartnerschaft[Bearbeiten] Weblinks
Commons: Porto Alegre – Bilder, Videos und Audiodateien
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